Tag 11: Besuch der Genozid-Gedenkstätte Gisozi und des Straßenkinderprojekts Esperance

Nach dem Frühstück fuhren wir gegen 10 Uhr noch kurz in die Innenstadt, um Blumen zum Niederlegen an der Gedenkstätte in Kigali zu kaufen. In der Gedenkstätte angekommen bekamen wir einen kurzen Film über den Genozid von 1994 gezeigt, der als Einstimmung in dieses Thema sorgen sollte. Danach sind wir in das Museum gegangen, in dem wir die Ursachen, Verlauf und Ende des tragischen Genozides in Ruanda näher kennengelernt haben. Der Genozid wurde am 6. April 1994 durch einen Flugzeugabschuss ausgelöst, als die Präsidenten von Burundi (Cyrien Ntaryamira) und Ruanda (Juvénal Habyarimana) starben. Der ruandische Radiosender RTLM rief in den folgenden Tagen den Volksstamm der Hutu zum Töten der Tutsi auf, die seit Jahrzehnten durch die Regierung verfolgt und als Verursacher aller Probleme bezichtigt wurden. In den folgenden 100 Tagen wurden ungefähr eine Million Menschen umgebracht, ohne dass die Weltöffentlichkeit rechtzeitig regierte. Erst der Einmarsch des Rebellenführers und späteren Präsidenten Paul Kagames beendete en Völkermord. Nach dem Museum gingen wir zu den Gräbern der Opfern des Genozids und legten dabei unsere Rosen auf die Grabsteine der dort bestatteten ca. 250.000 Menschen. Es werden in Ruanda immer noch Opfer dieser Zeit gefunden und dort zur letzten Ruhe gebettet. Auf Marmortafeln werden die Namen der identifizierten Opfer verzeichnet. Die Stimmung an diesem Ort war sehr bedrückend und traurig.

Danach ging es wieder in die Innenstadt von Kigali, um noch Souvenirs und Mitbringsel zu besorgen. Danach fuhren wir in die Unterkunft, um uns schnell für die Fußballschule von unserem Guide Domi umzuziehen.

An der Fußballschule in Kigali angekommen wurden wir herzlich empfangen und es wurde uns dieses Projekt, das von der FIFA seit 2012 unterstützt wird, genauer vorgestellt. Dabei wurde auch erklärt, dass Kinder aus allen Einkommensschichten verschiedene Sportarten ausüben und gefördert werden. Danach wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und kamen selbst sportlich zum Einsatz. Die eine Gruppe spielte Volleyball und die andere Fußball mit den Kindern (6-20 Jahre). Nach den Spielen überreichten wir den Organisatoren mitgebrachte Fußbälle und Frisbeescheiben und beendeten den Besuch mit gemeinsamen Tänzen, die uns allen sehr viel Spaß machten. Um 18.00 Uhr haben wir uns dann wieder auf die Rückreise zu unserer Unterkunft nach Kigali gemacht und aßen gemütlich noch etwas zu Abend.

Janis & Dennis

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